Wasser im Überfluss – eine Illusion?

Schaut man sich Bilder der Erde aus dem Weltall an, ist sofort klar, warum unser Planet auch der blaue Planet genannt wird. Rund 71% der Erdoberfläche ist von Wasser bedeckt. Das sind fast 3/4 der gesamten Oberfläche. Durch eine Laune der Natur, oder auch Ironie des Schicksals so möchte man sagen, kommt es jedoch, dass sich 96,5% des gesamten Wasservorkommens in den Meeren befindet und Salzwasser ist. Damit ist es weder für die Bewässerung von Pflanzen noch als Trinkwasser für den Menschen geeignet.
Was bleibt? Nur 3,5% Süßwasser. Wäre nur das für Trinkwasser zur Verfügung stehende Wasser blau, Salzwasser jedoch rot, sähe der Planet ganz anders aus.

Wer noch immer denkt, dass wir in einer Welt mit Trinkwasser im Überfluss leben, der sollte wissen, dass auch diese 3,5% nicht direkt als Trinkwasser verfügbar sind. 1,77% und damit mehr als die Hälfte ist als Eis an den Polen, Gletschern und in Dauerfrostböden gebunden. 1,69% sind Grundwasser und nur 0,04% des gesamten Wasservorkommens der Erde ist das Wasser in Flüssen, Binnenseen, im Boden, in Lebewesen und der Atmosphäre.

Wasserverteilung auf der Erde

Wasserverteilung auf der Erde. (Quelle: United States Geological Survey, an agency of the United States Department of the Interior)

Um eine bessere Vorstellung der Mengenverhältnisse zu erhalten, nehme man einen Liter Wasser (1000 ml). 965 ml davon sind Salzwasser und 35 ml Süßwasser. 17,7 ml dieses Süßwassers sind als Eis gebunden und 16,9 ml Grundwasser. Schüttet man all diese Teile aus dem Messbecher, so bleibt nur ein dünner Wasserfilm auf dem Boden zurück: 0,4 ml.

Bei Quarks & Co. kann man sich das im Video ansehen:

 

Vor allem in westlichen Kulturen glauben wir gern an eine Welt des Überflusses. Es ist ein Zeichen von Wohlstand so viel Wasser nutzen zu können, wie man wünscht. Doch in diesem Glauben verschließen wir die Augen vor Wasserkonflikten in anderen Ländern und vor Wasserverschmutzung vor der eigenen Haustür. Unsere Gewässer und unser Trinkwasser sind längst nicht mehr so sauber, wie man uns gern glauben lässt …

Quelle: wikipedia

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